Weshalb unterstützen Sie die „Erfurter Resolution“, Herr Schutt?

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Apr 28, 2015 Kommentare deaktiviert für Weshalb unterstützen Sie die „Erfurter Resolution“, Herr Schutt? Redaktion_alt

r_schutt_dresdenRalf Schutt gehört dem Kreisverband Dresden an und ist stellv. Sprecher der Bundesweiten Arbeitsgruppe Klima und Energie (BAKE) in der AfD und Beisitzer im Bundesvorstand der Patriotischen Plattform. Er erwartet von der neuen Parteiführung echten Mannschaftsgeist und ein Ende der transatlantischen Nibelungentreue.

 

Weshalb unterstützen Sie die „Erfurter Resolution“, Herr Schutt?

Ich glaube nicht, dass mit der »Erfurter Resolution« ein Impuls wieder aufgefrischt wird. Das ist Nostalgie. Luckes Rede zeichnete sich Anno 2013 durch ein Abtasten der Möglichkeiten (»gesunder Menschenverstand«) und absichernde Restposten (»Kohl und Genscher«) aus. Das hat funktioniert, es hat ausgereicht, denn die Hoffnung aus der genialen Parteigründung hat anderes überstrahlt. Doch die Welt hat sich weitergedreht und mit ihr die AfD. Die »Erfurter Resolution« reagiert auf die neue Lage: Grexitus, Minuszinsen und Bargeldverbot. Pegida hat inzwischen den Nazivorwurf als Propagandakeule entlarvt und Extremismus-Experten als Keulenschwinger bloßgestellt. Der BuVo ziert sich, ehrlichen Herzens patriotische Forderungen zu stellen, wird aber weiter von Mitgliedern und »natürlichen Verbündeten« getrieben. Wir werden einen neuen Vorstand wählen, der nicht so politisch befangen und persönlich verzankt ist.

 

Spaltet die „Erfurter Resolution“ nicht die Partei?

Den Hebel der drohenden Spaltung hat erst die »Deutschland-Resolution« angesetzt. Geradezu gespenstisch wirkt, aus welchem »Schlangennest« der Vorwurf der Spaltung ins Parteivolk gesendet wird. Eine Hexenjagd gegen Rääächtz soll von den Auflösungserscheinungen ablenken. Wie schon oft, wie schon immer soll mit Distanzierungen um öffentliche Sympathiepunkte gebettelt werden. Dabei ist der Transatlantizismus das Problem, und nicht eine Position, die Bundesvorstände der AfD einnehmen und verteidigen sollten. Genau dort nämlich zeigt sich der wunde Punkt des Establishments: auf den Schildern »Ami go home« bei Pegida.

 

Wann scheitert die „Erfurter Resolution“, wann hat sie Erfolg?

Schon die horizontale Vernetzung ist ein Erfolg, denn das »Wer ist noch dabei« der FLÜGEL-Liste ist ein Gewinn, den uns niemand nehmen kann. Nach der »Erfurter Resolution« wäre der Bremer Satzungs-Putsch nicht mehr möglich: wir kennen uns jetzt. Kommunikation ist seit zwei Jahren unsere Schwachstelle. Vom BuVo nach unten in jede Ritze war noch nie ein Problem. Aber wenn eine Urabstimmungs-Initiative aus der Mitgliederschaft heraus bekanntgemacht werden sollte, ruhte still der See. Mit Befriedigung sehe ich, wie selbstverständlich und wie wirksam sich die Patriotische Plattform in den Dienst des FLÜGELS gestellt hat.