Ein Fest der Vaterlandsliebe und ein Zeichen der Einigkeit Kyffhäusertreffen voller Erfolg!

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Jun 7, 2015 Kommentare deaktiviert für Ein Fest der Vaterlandsliebe und ein Zeichen der Einigkeit Redaktion_alt

flügel Die Redensart vom „Kaiserwetter“ war unvermeidbar, als sich gestern vormittag   auf der Sonnenterrasse des Hotels Burghof am Fuße des Kyffhäuserdenkmals gut 350 Anhänger der Erfurter Resolution aus ganz Deutschland versammelten. Strahlender Himmel, Heiterkeit, Blasmusik, Wiedersehensfreude und Begrüßungsszenen überall. Wer sich noch nicht kannte, der lernte sich hier kennen.

André Poggenburg eröffnete um 12.30 unter Applaus die Veranstaltung. Der erste Redner war Björn Höcke. Höcke sprach über die gewaltige Reichsburg Kyffhausen, den Barbarossamythos und ein halb ausgegrabenes Hindenburgdenkmal, dessen Wiederaufrichtung durch Bürokratie und Bedenkenträgerei seit Jahren verhindert wird: ein Sinnbild für den Zustand unseres Landes. Auf Höcke folgte Andreas Kalbitz, der stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag. Er übermittelte die Grüße von Alexander Gauland und griff u.a. die Politik der EU, die ungebremste Einwanderung in die Sozialsysteme und die herrschende Familienpolitik scharf an.

Nach einer Pause für das Mittagsbuffet setzte Markus Frohnmaier die Redebeiträge fort. Danach war Dr. Hans-Thomas Tillschneider, der Sprecher der Patriotischen Plattform, an der Reihe. Er plädierte für mehr Demokratie im Programmprozeß und warnte davor, die Partei als Selbstzweck zu betrachten.

Prof. Dr. Günther Scholdt schließlich forderte in einer geistreichen Rede mehr innerparteiliche Meinungsfreiheit und kritisierte die gängige Gegenüberstellung von Konservativen und Liberalen. Die Bruchlinie verlaufe nicht zwischen Konservativen und Liberalen, sondern zwischen denen, die in kritischer Distanz zum Establishment stehen, und denen, die um jeden Preis dazu gehören wollen.

Immer wieder wurden die Reden von Beifall unterbrochen. Björn Höcke fand die passenden Worte, als er sagte, daß die Redner nicht für sich selbst, sondern durch sich für alle anderen gesprochen haben. Grundtenor aller Reden war ein entschiedenes Eintreten für die Einigkeit der Partei.  Gegen 17 Uhr versammelten sich die Teilnehmer des Treffens auf der Tribüne und Gernot Nette stimmte die Nationalhymne an.

Danach ging nur, wer gehen mußte. Die meisten blieben noch und spazierten mit ihren Fahnen zum Kyffhäuser. Als die Menge sich am Einlaß staute, zog jemand ein Horn hervor und blies „Die Gedanken sind frei“. Das mdr-Fernsehteam, das sich in einiger Entfernung erschöpft und gelangweilt am Wegesrand niedergelassen hatte, schulterte in der Hoffnung auf verwertbare Szenen hektisch seine Utensilien, kam aber zu spät. An diesem Fest war nichts schlecht und falsch. Noch nie hat es eine von solch reinem Idealismus beseelte Parteiveranstaltung gegeben, noch nie war eine patriotische Feier so ungezwungen.

Bei den Gesprächen am Rande des Treffens, beim Spaziergang zum Denkmal und danach wurden Streitigkeiten geschlichtet, Gräben überwunden und Vorbehalte ausgeräumt. Das Treffen zeigte: Unsere Partei wird nicht durch autoritäres Gehabe, Intrigen und Ordnungsmaßnahmen zusammengehalten, sondern durch unverstellte Vaterlandsliebe, Freiheitssinn und Vertrauen.

Das Flügeltreffen auf dem Kyffhäuser am 6. Juni 2015 hat ein Fundament gelegt, auf das wir bauen werden. Es war guter Tag nicht nur für unsere Partei, es war ein guter Tag für Deutschland!

H.-Th. Tillschneider

Bild: Taras Maygutiak