Eine Rede zum 3. Oktober 2016

Home  »  Aktuelles  »  Eine Rede zum 3. Oktober 2016
Okt 14, 2016 Kommentare deaktiviert für Eine Rede zum 3. Oktober 2016 Redaktion

Liebe Freunde des Flügels,

unsere Rubrik „Flügelschläge“ hat sich zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur inhaltlichen Profilierung der Alternative für Deutschland zu leisten. Mitgliedern und Mitstreitern der AfD soll die Möglichkeit geboten werden, sich mit eigenen Beiträgen in die inhaltliche Diskussion der Partei einzubringen. Ein besonders aktiver Schreiber ist unser Freund Herbert Gassen aus Hessen. Er erteilte uns freundlicherweise die Erlaubnis, eine leicht gekürzte Version seiner Rede zum 3. Oktober im Rahmen der „Flügelschläge“ zu veröffentlichen. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!

 

3-oktober

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

wir feiern heute zum 26. Mal die Vereinigung der beiden Teile Deutschlands, wie sie unter den Bedingungen der Sieger des letzten Weltkrieges gestaltet worden waren.

Bis dahin waren die BRD und die DDR jeweils in den zwei sich in Totfeindschaft gegenüberstehenden Militärblöcken eingebunden. Der Westen stand einem Gegner gegenüber, der auf den Augenblick gewartet hatte, die demokratischen, kapitalistischen Ordnungen zu zerstören. Sie standen sich in dem Willen, eine Weltordnung unter ihrem System herzustellen, in voller Konkurrenz gegenüber.

Was der Bundesrepublik, den ehemals drei westlichen Besatzungszonen, mit Zögern zugestanden wurde, die wirtschaftliche Freiheit zur Stärkung des westlichen Blockes aufzubauen, war den Bürgern der DDR verwehrt. Das Niveau der Lebensqualitäten driftete immer weiter auseinander. Die kommunistische Führung mußte eine Mauer, ein tödliches System bauen, um ihre Bürger vor der millionenfachen Abwanderung in den westlichen Teil Deutschlands zu hindern. Viele starben bei dem Versuch zu fliehen im Kugelhagel der Grenztruppen. Die SED übte eine faschistische Diktatur unter der Vorherrschaft der UdSSR aus. Drei Millionen ihrer Bürger flohen in den Westen.

Nach der Perestroika Gorbatschows drängten die Menschen in der DDR nach Freiheit, nach ihrer völkischen Identität. ‚Wir sind das Volk‘. Deutsch wollten sie sein, eine Nationalhymne singen, deren Text „Deutschland einig Vaterland“ nicht verboten war.

Sie hatten waffenlos eine Revolution vollzogen, die nach den Maßstäben des Ostens in einem Blutbad hätte enden können. Die Blöcke fielen auseinander. Für die Sieger des Westens, die die Schwäche der UdSSR brutal ausnutzten, war die aufkommende Gefahr ein starkes, souveränes Deutschland, von dem man gehofft hatte, daß es niemals wieder entstehen würde. Hatte man es doch bis in alle Ewigkeit wegen seiner nationalsozialistischen Jahre des 3. Reiches verdammt. Die Deutschen waren das Tätervolk. Niemand darf heute fragen, wie es zu einer solchen Entwicklung hatte kommen können.

Die Wiedervereinigung war nicht der Erhalt der eigenen Souveränität. Deutschland wurde diktatorisch in eine Gemeinschaft gezwängt, die als ein Muster des Friedens, des Wohlstandes und der Zukunft ausgegeben wurde. Letztlich stellte sich jedoch heraus, daß diese EU ein System war, das gegen jede demokratische Grundordnung von einem oligaristischen Machtzentrum gelenkt wurde. Ein Parlament war das Feigenblatt mit der Befugnis, Bananen, Glühbirnen und Wasserspülungen zu  regulieren.

Schäuble nannte die bedrohliche Macht „Plutokratie“, d.h.er nutzte einen Begriff, der von den Nationalsozialisten ebenfalls benutzt worden war. Darunter ist die Macht des unbegrenzten Weltkapitals gemeint, der an den Realitäten vorbei auch mit Nicht- oder Unwerten zu seinem Vorteil Geschäfte macht.

Es war wie das Bauernlegen alter Zeit: Die Kredite für den Konsum wurden gewährt, die daraus entstehenden Zahlungsunfähigkeiten durch staatliche Bürgschaften aufgefangen. Die Schuldenhöhe in der EU wuchs auf weit über 10 Billionen Euro. Die Verschuldung der Welt hat einen neuen Rekordstand von 152 Billionen Dollar erreicht. Dieser Wert vom vergangenen Jahr entspricht  225 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Das ist eine der Leistungen des Weltkapitalismus.

Es ist eine der unwahren Schutzbehauptungen, daß die Wirtschaft in der EU die Prosperität der Länder durch den Euro ausgeweitet worden sei. Die Nachfragen in der Gemeinschaft können naturgemäß nicht größer sein, als in dem Handel der Mitgliedsländer zuvor.

Die Gemeinschaftswährung konnte niemals ein Erfolg werden, weil die einzelnen Nationen ihre internen Wirtschafts-, Finanz-, Sozial- und Militärsystem ihr nicht angepaßt hatten. Das Verbot des Bail-out wurde gebrochen. Deutschland muß für die Schulden Dritter selbstschuldnerisch mit dem gesamten Volksvermögen haften.

Ein großes Ziel der Macht in Brüssel ist die Entnationalisierung des europäischen Kontinents. Es bestand die Absicht, alle individuelle Kulturen, Sprachen und Gebräuche gegen eine unisono Europaidentität auszutauschen. Die gesamte Entwicklung in der EU verlief im negativen Bereich. Eine europäische Identität wurde nicht erreicht. Der größte Fehler in der Konstruktion dieser EU war die Vernachlässigung der demokratischen Grundregeln. Die Nationen, die Völker hatten nicht die geringste Chance über ihre Lebensbedingungen und -verhältnisse zu bestimmen. Die Zusammenführung der Menschen verlief auf einer ideologischen Schiene, die man überwunden geglaubt hatte.

Eine der Todsünden dieser Entwicklung war die Ausklammerung eines guten Verhältnisses zu dem östlichen Nachbarn in Europa, zu Rußland. Es ist zweifelsohne eine historische Aufgabe der Deutschen, mit den Russen eine gute Beziehung aufzubauen. Millionen gefallener russischer und deutscher Soldaten und Zivilisten verpflichten unsere Völker zueinander zu finden.  Es ist die Diktatur der in Brüssel vertretenen Macht, die diese Beziehung verhindern will. General de Gaulle hatte die Vision eines Europas der Vaterländer vom Atlantik bis zu Ural. Dieses politische Gebilde hätte in Äquivalenz zu den USA die Weltpolitik auf friedlichen Bahnen in die Zukunft führen können.

Heute muß dagegen die Bundeswehr, wenigsten das, was noch von ihr übrig ist, im Rahmen der NATO militärische Aktionen gegen die Russische Föderation mittragen. Die EU spielt gemeinsam mit der Plutokratie mit dem Frieden der Welt. Was das für uns Deutsche bedeutet, muß nicht näher erklärt werden.

Für uns Deutsche wurde das vergangene Jahr ein Jahr der härtesten Belastungen. Im Vorderen Orient werden die blutigsten Kriege geführt. Zivilisten werden erbarmungslos getötet, die Menschen werden zur Flucht gezwungen. Aus nicht geklärten Gründen wurden die Flüchtlingsströme nach Deutschland gerichtet. Bei näherer Betrachtung jedoch muß man erkennen, daß die meisten der zu uns kommenden Menschen in unser Sozialsystem eindringen wollen. Sie kommen zu Hunderttausenden und verlangen das Asylrecht. Dem weitaus größten Teil von ihnen steht dieses Recht nicht zu. Dennoch wird er nicht abgeschoben und verbleiben mit exorbitanten Summen in unserem Sozialsystem. In vielen deutschen Großstädten haben ausländische Gruppen bereits exterritoriale No-Go-Viertel etabliert, in denen keine deutsche Staatsmacht mehr ausgeübt werden kann.

Diese Flut kam nicht von ungefähr. Man hatte Zeit genug gehabt, um ein gemeinsames Konzept von Politik und beteiligten Hilfskräften zu entwickeln, die Menschen aufzunehmen und zu versorgen. Auch eine Rückführung in deren Heimat müßte geregelt sein. Eine nicht feststellbare Zahl von Invasoren kam unkontrolliert über unsere ungeschützten Grenzen. Darunter auch viele Gruppen terroristischer IS-Kämpfer. Es war eine historische Fehlleistung dieser Kanzlerin, den Strom fremder Menschen mit einem Willkommensgruß auszulösen. Sie hob mit dieser Entscheidung die Grundsätze der Staatlichkeit der Bundesrepublik auf.

Ein Vorbild für eine fortschrittliche Flüchtlingspolitik ist in der Geschichte Preußens zu finden. Seine Kurfürsten und Könige nahmen fremde Menschen aus allen Ländern Europas bei sich auf. Sie konnten leben, wie sie es gewohnt waren, ihre Sprache sprechen, ihrer Religion nachgehen, solange sie friedlich war. Sie wurden in ihren Berufen und Fertigkeiten subventioniert. Nur eine Verpflichtung hatten sie, sie mußten Preußen sein, für das Land, seinen König leben und wenn nötig auch zu sterben.

Eine Katastrophe für die weitere kulturelle Entwicklung unseres Kontinents war jedoch die Feststellung dieser Kanzlerin, daß der Islam zu Deutschland gehört. Seit weit über tausend Jahren hatten alle Staatslenker europäischer Nationen diese Pseudoreligion von den Grenzen unseres Kontinents ferngehalten. Mit dieser Aussage hat sich diese Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland als Feind ihres Volkes dekuvriert. Die hieraus resultierende Entwicklung wird verheerende Konsequenzen für die Deutschen haben.

Am heutigen Tage, an dem vor 26 Jahren eine der großen historischen Revolutionen der Weltgeschichte der Welt den Frieden hätte bringen können, stehen wir vor einem politischen Scherbenhaufen. Um uns sind Mächte am Werk, die seit 1945 kontinuierlich Kriege führen. Die meisten von ihnen wurden durch Lügen provoziert und werden von keinem Völkerrecht gerechtfertigt. Es ist die NATO nach 1990, über die wir direkt oder indirekt eingebunden sind. Es war die große deutsche eidliche Verpflichtung nach dem 8. Mai 1945, sich an keinem Krieg mehr zu beteiligen. Die Bundeswehr diente der Verteidigung im Rahmen dieses westlichen Militärbündnisses. Aus dieser Bürgerarmee wurde inzwischen eine käufliche Söldnertruppe.

Erinnern wir uns an die Geschichte Deutschlands. In 1815 standen deutsche Truppen an der Seite der britischen in der Schlacht von Waterloo. 1864 wurden militärisch in Schleswig-Holstein interne dynastische Differenzen ausgetragen. 1866 war ein Bürgerkrieg, der mit einer einzigen Schlacht von Königgrätz zwischen Preußen und Österreich entschieden wurde. Den Krieg 1870/71 hatte Frankreich dem Preußen-Deutschland erklärt. Dann herrschte Frieden bis zum Weltkrieg 1914, an dem die in Versailles ausgesprochene Schuld Deutschlands nicht aufrechterhalten werden konnte.

Das deutsche Volk hat in diesen hundert Jahren der Neuzeit einen großen Dienst an der Entwicklung der Zivilisation, an der Kultur dieser Welt geleistet. Diese geistige Größe unseres Volkes sollte uns ständig bewußt sein. Die Fortschritte in Technik, Medizin, Philosophie, Recht und Naturwissenschaften waren Meilensteine auf dem Weg der Menschheit. Hiervon kann heute dank der ideologischen Verklemmungen unsrer politischen Funktionäre keine Rede mehr sein. Das uns hierüber verhängte Schweigen sollte nicht länger hingenommen werden.

Am 9. November 1989 tat sich für die Welt ein Tor zum sicheren Frieden auf. Die Deutschen der DDR hatten das Regime der Tyrannei, der Willkür und des Unrechts mit friedlichen Demonstrationen waffenlos aus dem Amt vertrieben. Die unüberwindlich scheinende Grenze zwischen den größten Militärblöcken der Welt fiel. Die Deutschen hatten der Welt die Chance geboten, auf den Trümmern einer bis dahin feindlichen Konfrontation ein friedliches Miteinander auszuhandeln.

Es war die zu erkennende Machtlosigkeit des Ostblocks, die den Westen verleitete, als alleinige Führungskraft mit den alten Machtansprüchen der Globalisierung weiterzuschreiten. Es waren die Kräfte von Versailles, die das vereinte Restdeutschland zu einem Vertrag zwangen, der ihm keine Souveränität verschaffte, sondern es in ein Wirtschaftssystem zwang, das von vornherein zum Scheitern verurteilt war. Die materiellen Leistungen an Dritte reichen weit über das Ausmaß der Reparationen des ersten Weltkrieges hinaus. Die Ziele der Übernahme der Weltherrschaft wurden weiterverfolgt, die Kriege brachen nicht ab. Europa blieb weiterhin gespalten, denn das große Volk in seinem Osten wurde nicht beteiligt. Das europäische Haus blieb ein Traum.

Die Kulturen der Europäer, das Band der christlich-ethischen Grundwerte, wurden zerstört. Es dominierte eine Ideologie, die bereits 1919 den Weg in eine Bolschewisierung vorgab. Die dahinterstehenden Kräfte waren sich in dem Ziel einig, die Weltherrschaft über eine entkultivierte Menschheit übernehmen zu können. In Deutschland waren sie als die Kräfte der 68er, der Frankfurter Schule stark geworden. Sie traten zum Kampf gegen Rechts an und meinten die patriotischen Gefühle der Menschen. Das Ziel war die Entnationalisierung. Es sind politische Führungskräfte der Bundesrepublik aus dieser menschenfeindlichen Szene, die Deutschland unwidersprochen in Demonstrationen „Deutschland verrecke“ skandieren können. Ihr Auftreten entspricht den Absichten der hinter ihnen stehenden Macht.

Die Kanzlerin hat mit ihrem Umfeld das Endspiel Deutschlands eingeläutet. Sie startete mit ihrem Willkommensgruß an Millionen fremder Menschen die Umvolkung der Bundesrepublik. Sie gab mit der Feststellung, daß der Islam zu Deutschland, zu Europa gehört, den Weg frei für einen existentiellen Kampf der Kulturen: Hier eine sich ihrer Bedeutung nicht mehr bewußte Kirche, der Repräsentanz des Christentums, dort eine Religion, deren Gott seinen Anhängern den Mord an Andersgläubigen befohlen hat. Dieser Kanzlerin ist es gelungen, aus einem an die Kräfte der Demokratie glaubendes Volk mit den Mitteln ihrer ideologischen  Dialektik eine Masse Bevölkerung ihrer Intensionen zu machen. In ihr treffen sich die Vorstellungen ihrer Jugend mit den Visionen der 68er. Das Ergebnis wird zur Konsequenz haben, daß wir unter der Führung dieser Kanzlerin, diesen etablierten Parteien von CDU bis zu den Grünen keine nationale Zukunft mehr haben werden. Das demokratische System der Bundesrepublik Deutschland ist von dieser politischen Kaste ad absurdum geführt worden.

Deswegen sollten wir den heutigen Tag trotz aller Bedenken noch einmal fröhlich feiern.

Genießen wir den Untergang, denn das Ende wird furchtbar.

Alles für unser Deutschland in Gemeinschaft mit den Völkern Europas und der Welt.

gez. Herbert Gassen