Was ist Der Flügel? Ein Gastbeitrag von Christian Klingen

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Mrz 10, 2017 Kommentare deaktiviert für Was ist Der Flügel? Redaktion

 

 

Was ist Der Flügel?

In den zurückliegenden Wochen wurde ich wiederholt gefragt: „Was ist denn eigentlich „Der Flügel“?“ und von mehreren Mitgliedern gebeten, doch hierüber einmal aufzuklären.

Seit ein paar Monaten wird „Der Flügel“ immer wieder parteiintern und auch in den Medien genannt. Er wird dabei gern als „parteiinternes Netzwerk“, das einen „völkisch nationalen Kurs“ verfolge, bezeichnet und bei innerparteilichen Auseinandersetzungen gerne für einen parteiinternen „Rechtsruck“ verantwortlich gemacht.

„Der Flügel“ ist eine lose Verbindung von Mitgliedern, die seit März 2015 die sogenannte „Erfurter Resolution“ unterzeichnet haben. Er verfügt über keine Hierarchien, keine Vorstände oder sonstigen Gremien, er ist keine „Bundesinterressengemeinschaft“ innerhalb der AfD. Er ist einfach eine Anzahl von Mitgliedern, die sich aus Sorge um unsere Partei der „Erfurter Resolution“ angeschlossen haben.

Die „Erfurter Resolution“ wurde im März 2015 ins Leben gerufen.

Die AfD befand sich zu dieser Zeit innerparteilich in einer katastrophalen Situation. Der damalige Bundessprecher Bernd Lucke versuchte massiv, die Partei nach seinen persönlichen Wünschen zu gestalten, sowohl personell als auch programmatisch. Viele seiner Entscheidungen traf er allein, ohne Beteiligung der zuständigen Gremien, um sie dann in nächtlichen Rundmails an die Mitglieder zu versenden, um sie auf „seine Linie einzuschwören“ und den Mitgliedern willkürlich „rote Linien“ aufzuzeigen, die sie nicht überschreiten dürften.

Um sein Ziel zu erreichen, schreckte er weder vor öffentlichen Diffamierungen von Mitgliedern, noch vor ungerechtfertigten und völlig überzogenen Ordnungsmaßnahmen zurück. Mithilfe von Unterstützern plante er eine „Säuberung“ der Partei von missliebigen, kritischen Mitgliedern, die seiner Linie nicht folgen wollten. Darüber hinaus bereitete Lucke die Gründung des „Weckrufs“ vor, einer Art konkurrierenden Partei innerhalb der Partei, um die AfD strukturell, inhaltlich und programmatisch an die etablierten Parteien anzupassen und sie baldmöglichst koalitionsfähig zu machen. Dadurch drohte eine Spaltung unserer Partei und eine deutliche „Verwässerung“ der Inhalte und Zielsetzungen, für die die AfD gegründet wurde.

Um zu verhindern, dass unsere Partei den Weg der Altparteien geht und die „politische Spannbreite über Gebühr und ohne Not begrenzt wird“, „wir uns in unserem politischen Handeln stets ängstlich an dem orientieren, was uns Institutionen, Parteien und Medien als Spielraum zuweisen“ und uns „dem Technokratentum des etablierten Politikbetriebes anpassen“, wurde die Erfurter Resolution erstellt.

Die Unterzeichner der Resolution wollten durch diesen Aufruf an die ursprünglichen Gründungsziele der AfD erinnern, nämlich „demokratischer, patriotischer und mutiger als die etablierten Parteien zu sein“, eine Partei zu sein, für die der „Mut zur Wahrheit“ nicht nur ein Slogan auf Wahlplakaten ist, sondern gelebte Realität. Sie wollten verhindern, dass durch eine Einschränkung der innerparteilichen Demokratie und in der Folge einer Verengung der Programmatik die AfD ihre „Daseinsberechtigung verliert“ und dabei „den Vertrauensvorschuss der Wähler leichtfertig verspielt“, für die eine mutige und entschlossene AfD die letzte Hoffnung ist, die tiefgreifenden und umfassenden Missstände in unserem Land friedlich zu lösen.

Somit handelt es sich beim „Flügel“ nicht, wie teilweise suggeriert, um eine Ansammlung problematischer oder gar radikaler Mitglieder, sondern um eine größere Anzahl von Mitgliedern, die die Erfurter Resolution unterzeichnet haben und die sich zu den ursprünglichen Gründungszielen unserer Partei bekennen und diese engagiert und zielstrebig umsetzen wollen, um unsere Heimat zu retten und eine erstrebenswerte Zukunft auch für künftige Generationen zu schaffen.“

Die Erfurter Resolution unterzeichnen.

Christian Klingen
Bundestagsdirektkandidat für den Wahlkreis Schweinfurt – Kitzingen der Alternative für Deutschland (AfD)

Zuerst erschienen am 5. März 2017 auf Facebook und mit freundlicher Genehmigung des Autors hier veröffentlicht.