Der Flügel zum »Zukunftsantrag« Ein Beitrag von André Poggenburg

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Apr 10, 2017 12 Comments ›› Redaktion

Vor annähernd zwei Jahren wurde es nötig die „Erfurter Resolution“ als richtungsweisendes und einendes Grundsatzpapier zu verabschieden. Gefahren, welche unsere Alternative für Deutschland damals bedrohten, wurden sodann im Rahmen des Parteitags von Essen erfolgreich niedergerungen. Unsere Partei stand wieder fest zusammen und wir haben gelernt, dass mancher vermeintliche Verlust letztlich ein Zugewinn sein kann. Wir feierten teils enorme Wahlerfolge in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und zuletzt im Saarland. Überall dort muss nun bewiesen werden, dass wir es besser meinen mit Volk und Land als jene, welche dort ihre Stühle räumen mussten.

Grundlegende Erkenntnisse aus dieser Zeit sind, dass die AfD stärker eine Themen- als eine Personenpartei sein muss, und, dass neben unserer alternativen, patriotischen Programmatik eben die Geschlossenheit unserer Reihen ausschlaggebend für unseren Erfolg oder Misserfolg ist.

Am 6. April 2017 veröffentlichte nun unsere Bundesvorsitzende Dr. Frauke Petry einen „Sachantrag zur strategischen Ausrichtung der AfD“. Es wird darin beantragt, der Bundesparteitag möge eine „Grundsatzentscheidung über die strategische Ausrichtung der Partei“ beschließen. Laut diesem Antrag, spaltet sich unsere AfD angeblich in ein fundamentaloppositionelles und ein realpolitisches Lager – diese Sichtweise ist aber falsch. Der momentan beschrittene Weg der grundsätzlichen, umfassenden Opposition ist sehr wohl Realpolitik und schließt eine spätere Koalition mit anderen Parteien keinesfalls aus. Dann allerdings nicht verfrüht und aus einer Position eigener Stärke!
Die Bundesvorsitzende selbst stellt sich in ihr sogenanntes „Lager“ der realpolitischen Strategie und somit wahrgenommen gegen jene Mitglieder, welche sie auf Seiten der Fundamentaloppositionellen verortet. Als dieser Strategie anhängig, wird Dr. Alexander Gauland, stellvertretender Sprecher des Bundesvorstands und aussichtsreicher Kandidat für die Bundestagswahlen 2017 sogar direkt benannt.

Die durch diesen Grundsatzantrag postulierte Zwiespältigkeit unserer Partei, sowie das gezielte Einordnen einzelner führender Mitglieder, könnte verstanden oder missverstanden werden als ein Versuch unserer Bundesvorsitzenden dem Bundesparteitag eine vorfristige Klärung zur Spitzenkandidatur und Fraktionsführungsfrage abzuringen. Zudem könnte dieser Antrag als versuchte Hervorhebung der Person Frauke Petry durch Erstellung einer Eigenposition auf Grundlage eigentlicher Konsensmeinung gedeutet werden und dies wäre dem Frieden an der Parteispitze abträglich. Genau diesen Parteifrieden auf höchster Führungsebene fordern aber unsere Mitglieder immer vehementer und mit Recht.

Dieses Papier kann also geeignet sein die Spaltung unser Partei zu fördern und das in Zeiten, wo wir uns im Schicksalsjahr 2017 auf einen historischen Bundestagswahlkampf zubewegen und maximale Wahlergebnisse nur geschlossen erkämpfen können.

Ich bitte daher meine Vorstandskollegin, Dr. Frauke Petry, in aller gebotener Form, diesen Antrag zum Bundesparteitag zu Gunsten einer geschlossenen und schlagkräftigen Alternative für Deutschland sowie einer dringend notwendigen Einheit in einem Spitzenteam zur Bundestagswahl zurückzuziehen.

André Poggenburg
Mitglied des Bundesvorstands

Kommentare

  1. Dominik Herzog sagt:

    Wieso soll man den Antrag zurückziehen? Wovor haben Sie Angst?

    • anne quitz sagt:

      ich schließe mich der meinung des herrn poggenburg an. begeht ja nicht schon jetzt den fehler und giert nach der macht. höcke, gauland und von storch, nur um einige zu nennen, die wahrscheinlich auf dem weg nach oben hinderlich sein könnten, sind enorme zugpferde der afd. ich kann nur davor warnen in flügelkämpfe schon jetzt zu verfallen. das wird nicht gut gehen.

  2. Andreas Willhöft sagt:

    Guten Tag Herr Poggenburg,
    ich bin kein AfD-Mitglied, doch seit der Gründung der Partei ein Wähler und Unterstützer. Anders als Sie denke ich, daß neben einer verständlichen und klaren Programmatik auch Personen wichtig sind. In meiner und auch der Wahrnehmung in meinem Bekannten- und Freundeskreis, sind Frau Weidel, Frau Petry, Herr Meuthen und Herrn Pretzell , Personen mit denen man sich identifizieren kann. Das die anderen Köpfe für die AfD möglicherweise wichtig sind, das möchte ich gar nicht in Frage stellen, es muß ja das gesamte Meinungsspektrum innerhalb der Partei abgebildet sein. Trotzdem prognostiziere ich der AfD ein Ergebnis um die 5 bis 6% wenn Frau v. Storch, Herrn Höcke und Herrn Gauland den Bundestagswahlkampf führen sollten. Bis vor einer Woche stand meine Wahlentscheidung fest, heute steht diese nochmal auf dem Prüfstand.

  3. Thempoli sagt:

    Die internen Probleme der AFD ständig nach außen zu tragen ist ein enormer Fehler

  4. Jetzt werden aber Roi,Sauermann und Freunde auf ihre Ärsche hin und her rutschen und wissen nicht wem sie in den Arsch krauchen sollen.

    Für den Flügel und Freunde wünsche ich viel Glück und alles gute.Ich stehe auf euer Seite.

  5. AfD-Wähler-kein Parteimitglied sagt:

    Gerade wegen einer national-konservativen Ausrichtung habe ich (bin aus Sachsen/Anhalt) die AfD gewählt. Sollte sich Prezell/Petry mit diesem Unfug durchsetzen, wars das mit „Glaubwürdigkeit in der Parteispitze“ . Glaubwürdigkeit->AfD ist dann auch unter ferner liefen!

    Wir, das Volk, wir wollen nicht noch eine „Partei der Mitte“ !
    Davon gibts bis zur Linkspartei schon genug.

    Nein, eine ganz klar pro-deutsche Partei, die für uns, den deutschen Souverän, das deutsche Volk, zu sprechen und zu handeln hat! Deutsche Politiker haben uns, dem deutschen Volke, zu dienen und niemandem sonst!

    Ich als Aussenstehender gebe noch nicht einmal Frau Petry die politische Schuld, sondern eher ihrem Ehemann Herr Prezell als Keiltreiber!

    Dennoch, egal wie, was, wo nun passiert, um die Abgabe zur BT-Wahl der Wahlstimme für die AfD kommt man nicht drum rum!

    Meine persönliche Meinung

  6. AfD-Wähler-kein Parteimitglied sagt:

    Ein kleiner Nachtrag so als Denkanstoß

    Ich wünsche mir, das vor allem dort und anderswo, qualifizierte Reden vom Spitzenpersonal der AfD, ja auch Frauke Petry, gehalten werden! Denn genau da sind EURE Wähler! Da hofft man auf EUCH!

    Bachmann/PEGIDA

    https://www.youtube.com/channel/UCfGkhxY-7dq4UDktrCAI9MQ

    https://www.facebook.com/pegidaevofficial

    Liebe Grüße und viel Erfolg

  7. klaus Grünefeldt sagt:

    Sehr geehrter Herr Poggenburg,
    ich schließe mich ganz ihren Ausführungen an. Nur Einigkeit macht stark. Frau >Petry muß begreifen, daß sie nicht fortwährend die Solidarität der AfD stören kann. Ein Parteiausschlußverfahren gegen Björn Höcke hat tiefe Spuren in der Partei hinterlassen und schwächt die Kampfkraft der Partei. Ich muß aber auch den Bundesvorstand rügen. Ich habe Herrn Junge auf seine Haltung gegen Björn Höcke angesprochen und er hat mir schriftlich versichert, daß er sich mit Björn ausgesprochen hat und alles in Ordnung sei. Was soll dann also dieses Verfahren?? Und so ist es auch mit dem Strategiepapier von Dr. Petry. Es spaltet!!
    Gruss Klaus Grünefeldt , Wähler der AfD!!

  8. Kurt Unger sagt:

    Sowohl Herr Andre‘ Poggenburg als auch Petr Bystron sind hervorragende, in vorderster Linie stehende Politiker in ihren besten Jahren aus der AfD, denen die pc Merkuelhoerigen Gestalten der Luegenpresse und Systemparteien kein Wasser reichen koennen.

    Beide strahlen auf der Buehne eine positive natuerliche Staerke und Vertrauen aus, was man bei den Kreaturen der Blockparteien vergebens sucht.

    BEIDE verdienen Spitzenpositionen in der AfD, sie haben bewiesen dass sie die richtigen Leute am richtigen Platz sind.
    Man sollte endlich die Frauenquote in der D Politik senken, was da herumlaeuft, sich breit und wichtig macht, Deutschland in den Abgrund fuehrt reicht fuer eine lange Zeit.

    Man braucht sich nur die Gestalten der einzelnen Bundestags Parteien vorzustellen, incl. Steinmeier-Schulz als „Geheimtipp“ der Genossenpartei“, das Gleiche bei Gruen, Rot und den Unionsparteien, groesstenteils unfaehige, verbrauchte Witzfiguren, der Nachwuchs rotzfrech, ungebildet und die grosse Klappe, groesstenteils ohne Bildung, Berufsausbildung, abgeschl. Studium – bzw. Nachweis, dass sie im normalen Leben sich Positionen durch Leistung – nicht durch Speichelleckerei und Unterordnung unter die Parteilinie erworben haben.

    Die AfD ist es allemal wert, dass sie staendig Blutauffrischung durch Patrioten erhaelt, die sich zu ihr hingezogen fuehlen.

    Wir, die AfD und deren Anhaenger sind die, die fuer die Zukunft Deutschlands, seiner Kultur-Traditionen, ja auch seiner angestammten Bevoelkerung eintreten, d.h. auf der Seite der Wahrheit und des Rechts, wir duerfen uns nicht durch unverschaehmte Angriffe die dem Stasireservoir entstammen, teils mit gleichen Personen wie Nahane ins Bockshorn jagen lassen.

    Alle Kraft dafuer einsetzen mit sauberen Mitteln beim kommenden Parteitag die Voraussetzungen dafuer und ein hervorragendes Abschneiden moegl. ueber 30% bei der Bundeswahl mobilisieren.

    Gutes Gelingen Freunde

  9. Kritisch Hinterfragt sagt:

    Sehr geehrter Herr Poggenburg,

    ich bin nur Sympathisant und schreibe unter einem Pseudonym, weil ich mich in meinem Alter keinen Anfeindungen mehr aussetzen will.

    Zur Sache:

    Ich verstehe Ihre ablehnende Haltung nicht. Zunächst geht es nur darum, so viel wie möglich Wählerstimmen zu generieren und das wird der AfD hier im Westen mit einer Fundamental-Opposition niemals gelingen. Hier können Sie damit bestenfalls den rechten Rand der Gesellschaft mit maximal 5-6% erreichen. Das sollten die Auswirkungen der Höcke-Rede doch bewiesen haben.
    Ja selbst mit 10-20% ist die AfD nicht im Stande, ihre Ziele durchzusetzen. Und auch das sollte Ihnen und allen Anhängern der Fundamental-Opposition eigentlich klar sein.

    Durch die Linksverschiebung der CDU/CSU wurde ein Wählerpotential bis zu 30% in der Mitte der Gesellschaft freigesetzt, das konservative aber reale Politik wünscht. Und auch das sollte Ihnen bekannt sein.

    Das Grundsatzprogramm ist ebenso wie das Wahlprogramm sehr konservativ angelegt, so dass die Partei nicht nach links abdriften kann und spricht das zuvor beschriebene Wählerpotential an, sofern es real mit zwar klarer Kante aber auch mit Fingerspitzengefühl und nicht fundamental verkauft wird. Letzteres schreckt, wie erlebt (Höcke), diese Wählerschicht im Westen ab.

    Demzufolge ist der Antrag goldrichtig und falls Sie ebenso mehr erreichen wollen, als nur zu opponieren, sollten Sie ihn unterstützen. Die Wahlen werden vorrangig im Westen und nicht im Osten gewonnen oder verloren und der tickt aus vielerlei Gründen anders.

    Noch ein Letztes zu der viel gescholtenen Frau Dr. Petry. Meinen Beobachtungen nach bringt sie sowohl für den Osten mehrheitlich als auch vor allem im Westen alles mit, um das Programm an den Wähler zu bringen. Die AfD hat, ohne den anderen Protagonisten zu nahe treten zu wollen, zur Zeit kein besseres Aushängeschild. Sie zu beschädigen bedeutet gleichzeitig, die Chancen der Partei drastisch zu verringern. Jede Partei wird nicht nur wegen ihres Programms, das die allermeisten ohnedies nicht lesen, sondern vor allem wegen ihrer Protagonisten gewählt, die das glaubhaft vermitteln können. Eine Wahl ist demzufolge auch immer eine Personenwahl – zigfach nachgewiesen, die selbstverständlich auch Sympathiewerte mit einbezieht. Sie sollten daher ihr bestes Pferd im Stall unterstützen, statt sich über ein für diese Wahl völlig unbedeutendes Machtgerangel zu echauffieren.

    Ich habe diese Überzeugung nicht aus Sympathie für Frau Dr. Petry, sondern aus persönlichen Gesprächen, Kommentaren von CiCERO bis ZEIT, facebook etc. und den Reden unter You Tube und deren Anklang bei den Zuhörern gewonnen.

    Außerdem habe ich, wenn auch im kleinen Maßstab, bei der Gründung einer Partei mitgewirkt und glaube zu wissen, wovon ich rede.

    Einen weiteren Fauxpas analog zur Höcke-Affaire oder schlimmer, übersteht die Partei nicht. Das sollten auch Sie sich reiflich überlegen und entsprechend beim BPT agieren.

    Auf ein Gutes Gelingen

    • AfD-Wähler-kein Parteimitglied sagt:

      Sehr geehrter Kritisch Hinterfragt

      Ich, ein parteiloser Mitkommentator werde Ihnen antworten.

      Haben Sie bemerkt das trotz aller Wiedrigkeiten die Saar-AfD in den Landtag eingezogen ist? Mit über 6% !

      Die AfD als Ganzes wird niemals vom politischem Establishment ,erst recht nicht von den den Medien, „gepampert“ werden wie zum Beispiel die Grünen oder die Linken. Da nutzt auch keine Kuschelei.

      Es ist sogar fraglich ob ich den Parteitag in Gänze bei Phoenix sehen kann! Undokumentiert, ohne diese Labertassen im Phoenix-Studio die eh immer gegen die AfD reden !!

      Eine klare Linie was die Partei will und was nicht, keine halbseidenen Koalitionshoffnungen, weil da immer die Seele der Partei verkauft wird !!

      Weg damit! Das muß vom Tisch! Ersatzlos!

      Wer die AfD mit Höcke nicht wählen will, der wählt sie auch ohne Herrn Höcke nicht, denn es findet sich immer eine Ausrede um vor, zum Beispiel der Familie, dort nicht „böse“ da zu stehen!

      Ob denn nicht „heimlich“ doch AfD gewählt wird, steht auf einem ganz anderem Blatt! Das AfD mit 15+x % keine Mehrheit hat ist klar aber es ist die Aufgabe der AfD als starke Opposition, die anderen Parteien de fakto vor sich her zutreiben.

      Erst mal rein in die „Quasselbude“ und ein echtes Parlament mit einer Opposition daraus machen, das werter Mitkommentator, muß das erste starke Ziel sein!

      UND!

      AfD wird entlich ÖFFENTLICH ! Weil die Debatten des Bundestages in der Glotze übertragen werden (Phoenix).

      Fakt ist: Mit Kuschelei und Anbiederrei oder gar Distanzeritis kommt AfD nicht weit!

      Mit freundlichem Gruß
      AfD-Sympatisant und AfD-Wähler aus dem Osten!

  10. Dr. Hans-Peter Zinke sagt:

    Sehr geehrter Herr Poggenburg,

    Ihrer Begründung gegen diesen sog. Sachantrag der Intrigantin Petry stimme ich zu und begrüße Ihre Initiative. Es ist jedoch nicht ausreichend, Petry aufzufordern, diesen Antrag zurückzuziehen. Es muss auf dem Parteitag ein Beschluss zur Ablehnung dieses Spaltungsantrages erwirkt werden. Zusammen und gleichzeitig muss erwirkt werden, dass Petry, wenn schon nicht gleich als Bundessprecherin abgewählt, so doch ihre Spitzenkandidatur und überhaupt ihre Mitwirkung im Wahlkampfteam der AfD verhindert wird. Die von Petry angestrebte Spaltung der AfD kann nur durch Kampf und Sieg der eindeutigen Befürworter der Alternative, die unser Vaterland retten kann, errreicht werden. Bitte verhindern Sie Petry und helfen mit, sie aus allen Funktionen zu entfernen.