Der Wahlerfolg im Direktwahlkreis von Frauke Petry

Home  »  Aktuelles  »  Der Wahlerfolg im Direktwahlkreis von Frauke Petry
Okt 2, 2017 Kommentare deaktiviert für Der Wahlerfolg im Direktwahlkreis von Frauke Petry Redaktion

 

Vor über einer Woche gelang unserer AfD zur Bundestagswahl deutschlandweit, aber insbesondere in Sachsen ein Paukenschlag. Im Bundestagswahlkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge (SOE) gewann unsere Partei sogar über 35% der Stimmen und damit das Direktmandat. Und hierauf liegt die Betonung: unsere Partei! Denn mitnichten war es eine einzelne Person allein, die das hervorragende Ergebnis ermöglichte. Auch ist es nicht eine Person, die nun die Lorbeeren für sich allein zu ernten hat.

Hinter dem grandiosen Erfolg in „SOE“ stehen viele Helfer, Unterstützer und Kämpfer an vorderster Front. Der AfD-Kreisverband SOE rund um seinen Vorsitzenden Jan Zwerg organisierte einen vorbildlichen Wahlkampf mit zahlreichen Infoständen, Bürgerabenden, Kundgebungen und Demonstrationen. Unterstützung erhielten unsere Streiter in Sachsen aus vielen Richtungen. So lud der Kreisverband beispielsweise Jürgen Elsässer und Dr. Hans-Thomas Tillschneider zur Klartextrunde nach Cotta ein. Ich selbst war zweimal im Direktwahlkreis der damals noch Bundesvorsitzenden Dr. Frauke Petry zu Wahlkampfveranstaltungen als Redner angereist und viele andere taten es gleich, darunter bspw. Andreas Kalbitz und Jens Maier. Die Liste der regionalen und überregionalen, teils sogar prominenten, Wahlkampfunterstützer in „SOE“ ist lang. Auch durch die Bürgerbewegung PEGIDA erhielt die AfD in Sachsen massive Wahlkampfunterstützung, das muss und darf an dieser Stelle auch einmal deutlich gesagt werden.

 

Der Kreisverband „SOE“ hat somit einen enorm erfolgreichen Wahlkampf absolviert und dies sogar gegen die Vorgabe der Petry-Führung! Denn diese intervenierte bspw. wiederholt gegen geplante Auftritte von mir in Sachsen und im „Direktwahlkreis von Frauke Petry“. Man war wohl der Meinung, ein deutlicher und provokanter Ton könne die Wähler verschrecken.

Diese Annahme stellte sich allerdings als völlige Fehleinschätzung heraus, wie wir heute alle wissen. Großen Dank also an das Stehvermögen des Kreisverbandes Sächsische Schweiz – Osterzgebirge gegen die ehemalige „Obrigkeit“ im Landesverband Sachsen!

Warum erfuhr der Kreisverband SOE und damit der Direktwahlkreis Petry aber so viel Unterstützung?

  1. Eine Frage der Ehre und des Ansehens der Partei: Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass eine Partei mit ihren prominentesten Vertretern den Wahlkreis besonders unterstützt, in dem der Parteichef zur Wahl antritt. Unabhängig davon, dass Frauke Petry hier selbst ortsfremd war, war es für viele bekannte Vertreter unserer Partei, des Flügels und auch der PEGIDA selbstverständlich, mit aller Kraft den Wahlkampf im Bundestagswahlkreis der Parteivorsitzenden zu unterstützen und bestehende persönliche Befindlichkeiten weit hintenanzustellen.
  2. Frauke Petry selbst spielte kaum eine Rolle. Die damalige Parteivorsitzende engagierte sich in ihrem eigenen Wahlkreis nur wenig. Immer wieder gab es Hilferufe des Kreisverbands in alle Richtungen der Partei, an bestimmte Publizisten oder eben nach Dresden mit PEGIDA. Und selbstverständlich wurde immer wieder von allen Seiten unterstützt und schlussendlich das historische Wahlergebnis am 24. September eingefahren. Das war ein fundamentaloppositionelles Gemeinschaftswerk!

Somit „gehört“ das Direktmandat für den Deutschen Bundestag, welches Frauke Petry mit 37,4% der Erstimmen erreichen konnte, eben Frau Petry nur insofern, als dass sie ein Kandidat der AfD war. Es „gehört“ vor allem der Alternative für Deutschland mit ihren vielen Wahlkämpfern und zahlreichen Unterstützern. Es „gehört“ den 57.553 Bürgern, die im Wahlkreis SOE einer AfD-Kandidatin ihre Stimme gaben, in der Hoffnung auf eine gute Arbeit für ihren Wahlkreis im Deutschen Bundestag in einer starken AfD-Fraktion. Es „gehört“ der AfD, die es Frau Petry überhaupt erst ermöglichte im Wahlkreis zu kandidieren und sie trotz einiger Vorbehalte und mit voller Rückendeckung in den Wahlkampf schickte.

Nachdem nun Frauke Petry die Partei verlassen hat, wäre es schlicht eine Selbstverständlichkeit auch das gewonnene Mandat abzugeben. Alles andere ist übler Wählerbetrug und weitere Schädigung des Ansehens der Partei, über das hinaus, was sie der AfD durch frühere und jetzige Alleingänge bereits an Schaden beibrachte.

Moralisches Fazit:

Frauke Petry, aber auch ihr Mann Marcus Pretzell, nehmen jeweils zwei Abgeordnetenmandate der AfD mit, ganz selbstverständlich. Wie ist das zu bewerten? Lesen wir dazu einfach, was Frauke Petry selbst einmal zu solchem Verhalten sagte:

„Ich gehen nicht davon aus, dass Bernd Lucke und diejenigen, die ihm folgen, die Größe besitzen, ihre mit der AfD errungenen Mandate zurückzugeben. Ich erwarte aber, dass sie mit ihren Versuchen aufhören, die AfD nach dem Prinzip „Verbrannte Erde“ weiter zu beschädigen.“

Mit patriotischen Grüßen!

André Poggenburg